September 2015

von Matthias Warkus

Lieblings-Haarspaltereien

Man kann sich darüber streiten, inwiefern es wichtig und sinnvoll ist, die Etymologie von Wörtern in ihrer Schreibung und Verwendung zu erhalten. Ich versuche, da normalerweise nicht wichtigtuerisch zu sein. Es gibt aber ein paar Haarspaltereien, von denen ich nicht abgehe.

  • Das Verb »auspowern« kommt von französisch »pauvre«, wird so gesprochen wie man es schreibt und bedeutet »einen Landstrich bis zur Verarmung ausbeuten«. Mit englisch »power« hat es nichts zu tun.
  • »Jura« (das Fach, nicht die Gegend) ist ein Plural (von »Jus«, wie das Fach in Österreich heißt). Es heißt daher nicht »in der Jura«, sondern »in den Jura«. Historisch ist das darin begründet, dass man staatliches und Kirchenrecht studierte, daher auch der bis heute vergebene Titel des Doktors beiderlei Rechte (»utriusque iura«).
  • »Ausgerüstet« kann zwei Bedeutungen haben: 1) mit etwas ausgestattet (von »ausrüsten«); 2) nicht mehr von einem Gerüst umgeben (von »ausgerüsten«; Gegensatz »eingerüstet«, von »eingerüsten«).
  • Bei »Wer wird Millionär« werden ausgewählte Antworten durch besondere Bekräftigung gesperrt bzw. (wie man bei der Eisenbahn sagen würde) festgelegt oder verschlossen, englisch »locked in«. Die Antworten werden daher, wenn man das Wort schon verwenden möchte, »eingelockt«. Dass darüber auch ein Logbucheintrag angelegt wird, ist möglich, es wird aber nichts und niemand »eingeloggt«.
  • »Falls wir notlanden müssen, hat dieses Flugzeug sechs Notausgänge« – nein, das Flugzeug hat auch sechs Notausgänge, wenn es nicht notlanden muss! Es hat sechs Notausgänge für den Fall, dass wir notlanden müssen.

(erweiterte Übernahme aus meinem alten Blog)

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von Matthias Warkus

Herzlich Willkommen!

Da ist sie nun also, meine neue Homepage, die meiner als Freiberufler nicht zu vermeidenden Eigenwerbung und Selbstdarstellung dient. Noch ist nicht alles ganz perfekt, aber das meiste sollte brauchbar funktionieren.

Gleichzeitig ist damit auch mein neues Blog online, das das alte »mawalog« ablöst. Ich werde hier weiterhin über die gewohnten Themen aus meinem Alltag bloggen, aber zusätzlich versuchen, regelmäßig über Themen aus meinem Beruf zu schreiben. Meine StammleserInnen bleiben mir hoffentlich gewogen.

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